Der Ursprung des Namens Sloopsteene

Von Dr. Christof Spannhoff

Auf dem Gebiet der Gemeinde Lotte befinden sich zwei jungsteinzeitliche Megalithgräber, die aus der sogenannten Trichterbecherkultur um 3.000 v. Chr. stammen sollen: die sogenannten großen und kleinen „Sloopsteene“. Die großen Sloopsteene in Lotte-Wersen stellen dabei mit den Ausmaßen des Innenraums der Grabkammer von 18,5 m x 1,8 m, die von elf Decksteinen überdacht wurde, eine der größten prähistorische Kulturstätten Nordwestdeutschlands dar (Reichmann, S. 229-231). Doch welchen Ursprung hat der Name für diese Grabanlagen?

„Unbekanntes Westfalen“

In dem in mehreren Auflagen erfolgreichen Buch „Unbekanntes Westfalen. Entdeckungsfahrten an den westfälischen Grenzen“, das im münsterischen Aschendorff Verlag erschienen ist, kann man im ersten Kapitel „Düwelsteene und Sloopsteene, Zeugen dunkler Vergangenheit“ auf Seite 3f. Folgendes lesen:

„Die Erklärung des Namens Sloopsteene ist nicht gesichert. Fragt man in der Umgebung nach, so trifft man in der Regel auf sehr verschwommene Vorstellungen über die Hünengräber. So z. B. soll in der Gegend vor langer Zeit eine Schlacht stattgefunden haben und die Gefallenen dort bestattet sein. Daß die Großen und die Kleinen Sloopsteene zwei Grabanlagen sind, darüber besteht meist kein Zweifel, deshalb hat die Erklärung von Sloopsteene = Schlafsteine die größte Wahrscheinlichkeit. Daneben soll „sloop“ im Alt- Niederdeutschen soviel wie „groß“ heißen, dann würde Sloopsteene nicht mehr bedeuten als Große Steine. Auch die Bedeutung Abhang für „sloop“ wird erwähnt. Dieser nicht sehr überzeugende Deutungsversuch betont, daß die Steine am Abhang eines kleinen Hügels liegen.“

Was bedeutet das Wort sloop?

Ein Wort sloop in der Bedeutung ‚groß‘ oder zur Bezeichnung eines ‚Abhangs‘ lässt sich nicht verifizieren. Auch mit dem ‚Schlaf‘, niederdeutsch slâp, haben die Steine nichts zu tun. Ein Blick in das zwar schon über 100 Jahre alte, aber noch immer maßgebliche, sechsbändige Wörterbuch für das Mittelniederdeutsche von Karl Schiller und August Lübben, das zwischen 1875 und 1881 erschienen ist, bietet eine lautlich geeignete Lösung an. So findet sich unter dem Lemma slôp (Bd. IV, S. 247f.) folgender Eintrag: ‚Schlüpfe, Stelle, Loch, wodurch man schlüpfen kann‘. Das mittelniederdeutsche Wort geht auf das altsächsische Verb slôpian zurück, das ‚durchschlüpfen machen‘ bedeutete. Mittelniederdeutsch slôp ist also mit ‚Schlupf‘ zu übersetzen, einem ‚Loch im Zaun oder in der Hecke, wodurch ein Mensch hindurchschlüpfen kann oder ein Wagen oder Pflug auf den Acker fahren kann‘. Im Zusammenhang mit den Sloopsteinen dürfte sich der Name auf den offenliegenden, ca. 60 cm breiten Zugang zu den mit großen Decksteinen belegten Begräbniskammern beziehen. Dieser schmale Durchgang gab sowohl den großen als auch den kleinen Sloopsteenen ihren Namen.

Literatur

Reichmann, Chr.[istoph], Die „Großen Sloopsteen“ und die Grabhügel auf dem Gabbelin bei Westerkappeln, in: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 46: Münster – Westliches Münsterland – Tecklenburg, Teil II: Exkursionen, Mainz 1981, S. 229-231.

Steinhoff, Dieter, Unbekanntes Westfalen. Entdeckungsfahrten an den westfälischen Grenzen, 7./8. Auflage, Münster 1980.

Schiller, Karl u. Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde., Bremen 1875-1881.

Spannhoff, Christof, Von Schale bis Lienen. Streifzüge durch die Geschichte des Tecklenburger Landes, Norderstedt 2012, S. 98-100.

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Der Ursprung des Flurnamens Sienebrink bei Lienen

Von Dr. Christof Spannhoff

800 Meter südlich der Ortslage Lienen liegt der sogenannte Sienebrink oder Sienebrinksknapp. Der dem Teutoburger Wald vorgelagerte Hügel überragt mit seiner Höhe von 89 Metern über dem Meeresspiegel die Umgebung um gut 20 Meter. Auf den amtlichen topographischen Karten wird dieser Hügel als Siensberg bezeichnet.

Geologie

Es handelt sich um eine Kame (von schottisch Kame = steilhängiger Hügel aus Lockermaterial) der Eiszeit. Unter einer Kame versteht man die Füllung einer Wanne im saaleeiszeitlichen Toteis. Die füllenden Erdmassen blieben nach dem Abschmelzen des Eises als Hügel liegen. Der Untergrund des Sienebrinks besteht aus gelbem Sand, der hier Ende des 19. Jahrhunderts abgebaut wurde. Aus diesem Grund weist der Sienebrink eine unregelmäßige Oberfläche auf. Der Hügel ist heute von einem Buchen-Eichenwald mit eingestreuten Waldkiefern bestanden.[1]

Sage

Um den Hügel rankt sich eine Sage. Von dieser erhöhten Stelle soll die Herforder Äbtissin als Patrona der Lienener Kirche die Umgebung gesegnet haben, wenn sie ihre Besitzungen in Lienen besuchte. Der Sienebrink sei daher ein ‚Segensbrink‘ gewesen, will die Überlieferung wissen.[2] Doch was ist an dieser Deutung des Namens dran? Ältere Belege des Namens fehlen bisher völlig. Auf dem Übersichtshandriss zum Urkataster von 1828 findet sich die Flurbezeichnung Up den Brink. Wenige Meter südlich ist die Landschaft durch den Flurnamen Up de Dörebree ‚Auf der trockenen (Acker-) Breite‘ gekennzeichnet (zu mittelniederdeutsch dorre ‚trocken, dürr‘).[3]

Analyse

Die Analyse hat bei der gegenwärtigen Beleglage also von der heutigen Form des Flurnamens auszugehen und sich für eine Deutung auf vergleichbares Wortmaterial zu stützen. Bei dem Flurbezeichnung Sienebrink handelt es sich um ein Kompositum (Zusammensetzung) mit dem Grundwort -brink. Das mittelniederdeutsche Wort brink hat eine breite Bedeutungsvielfalt. Es kann sowohl ‚Rand, Ackerrain, Grenzland‘ als auch ‚Hügel, Grenzhügel, Abhang, erhöhte Rasenfläche, Grasanger, Weide‘ oder ‚unbebautes Land, Gemeindeplatz‘ bedeuten.[4] Im Fall des Sienebrinks scheint hier die Bedeutungsvariante ‚Hügel‘ ausschlaggebend gewesen zu sein. Johann Aegidius Klöntrup (1755–1830) definiert den Brink 1798 in seinem Osnabrücker „Rechtswörterbuch“ nicht nur als einen ‚kahlen Hügel‘, sondern als ‚überhaupt ein ungebauetes Land‘.[5] Auch das „Idioticon Osnabrugense“, ein vom Osnabrücker Gymnasialrektor Johann Christoph Strodtmann (1717–1756) 1756 verfasstes Wörterbuch der Osnabrücker Mundart, erklärt das Wort Brinck wie folgt: „1) ein Hügel. Davon heissen einige hiesige Berge Osterbrink, Westerbrink u.s.f. […] 2) Ein Fleck Landes, das weder umgegraben, noch umgepflügt wird, es mag Gras darauf stehen, oder nicht. Daher nennt man auch einen Grasanger Brink. […].“[6]

germanisch *sin = trocken

Das Bestimmungswort dürfte wohl an ein altsächsisches bzw. mittelniederdeutsches Wort *sine (zu einem Ansatz germanisch *sin-) anzuschließen sein, das zwar nicht belegt ist, aber Entsprechungen in norwegisch-schwedisch sina, englisch-dialektal sine ‚trocknen, güst werden, versiegen‘ besitzt. Das Wort findet sich ebenfalls in der zusammengesetzten Pflanzenbezeichnung sinegras, sengras ‚Gras, das auf dem Halm verblieben, dürr geworden, und bis zum nächsten Jahr stehengeblieben ist; vorjähriges Gras‘. Im Zusammenhang mit diesem Pflanzennamen ist oftmals der Fehler begangen worden, dass auf das Gras als solches Bezug genommen worden ist. Daher wurde für das Wort *sine auf eine ursprüngliche Bedeutung ‚Weideplatz‘ geschlossen. Doch das Ausschlaggebende ist aber nicht das Gras selbst, sondern das spezielle Kennzeichen dieser Pflanze, das Trocknen bzw. Trockenwerden.[7]

Sienebrink – der ‚trockene Hügel‘

Der Sienebrink ist also der ‚trockene Hügel‘. Auch die benachbarte Flurbezeichnung Up de Dörebree ‚Auf der trockenen (Acker-) Breite‘ stützt diese Deutung.

[1] Fritz Runge, Die Naturdenkmäler, Natur- und Landschaftsschutzgebiete des Kreises Steinfurt, Steinfurt 1982, S. 23.

[2] Wilhelm Wilkens, Lienen. Das Dorf und seine Bauerschaften von der Sachsenzeit bis zur Gegenwart, Norderstedt 2004, S. 140.

[3] Karl Schiller u. August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde., Bremen 1875–1881, Bd. I, S. 553.

[4] Gunter Müller (Bearb.), Westfälischer Flurnamenatlas, 4. Lieferung, Bielefeld 2006, S. 422–426, hier S. 422.

[5] Johann Aegidius Klöntrup, Alphabetisches Handbuch der besonderen Rechte und Gewohnheiten des Hochstifts Osnabrück. Mit Rücksicht auf die benachbarten westfälischen Provinzen, 3 Bde., Osnabrück 1798–1800, Bd. I, S. 193.

[6] Johann Christoph Strodtmann, Idioticon Osnabrugense. Ein Hochzeits-Geschenk an den Herrn Professor und Consistorial-Assessor Schütze bey der Verbindung desselben mit der Demoiselle Esmarchinn, Leipzig u. Altona 1756, S. 32.

[7] Uwe Ohainski u. Jürgen Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises und der Stadt Hannover, Bielefeld 1998, S. 405–407.

Der Nachlass eines Hausvogtes

Von Dr. Christof Spannhoff

Es ist eine vielfach anzutreffende Ansicht, dass persönliche Unfreiheit in der Vergangenheit den sozialen Aufstieg einer Person verhindert habe. Allerdings hat die Geschichtsforschung in den letzten Jahren herausgearbeitet, dass trotz Leibeigenschaft verschiedenartige Lebensentwürfe möglich waren.[1] Dies zeigt auch der Lebensweg des Klaus Overfart, der der Nachwelt nur aus einem Schreiben des Tecklenburger Grafen Konrad (1501–1557) an den Grafen Anton von Oldenburg vom 21. Mai 1548 wegen des Nachlasses Overfarts überliefert ist.[2]

Overfart wurde in Recke im heutigen Kreis Steinfurt geboren. Er stammte von einer Hofstätte, die den Tecklenburger Grafen eigenbehörig war. Später verließ Overfart den kleinen Ort im Tecklenburger Land, heiratete und stand in den Diensten der Oldenburger Grafen, und zwar als Hausvogt zu Neuenburg (Gemeinde Zetel, Landkreis Friesland; die Burg wurde 1462 errichtet).[3] Ein Hausvogt war der Verwalter eines „Hauses“, also eines herrschaftlichen Schlosses oder einer Burg, der grundsätzlich mit der Aufsicht über die Haushaltung betraut war.[4] In dieser Funktion verstarb Klaus Overfart um Ostern (umbtrent[5] ostern) 1548. Da er zu diesem Zeitpunkt aber immer noch Tecklenburger Eigenbehöriger war, forderte Graf Konrad seinen Erbteil. Dass der Tecklenburger Graf in diesem Fall erbberechtigt war, ergab sich aus den rechtlichen Verhältnissen der Eigenbehörigkeit, die zum Verständnis im Folgenden kurz skizziert werden sollen.

Die Eigenbehörigkeit

Bei der „Westfälische Eigenbehörigkeit“, einer speziellen Abhängigkeitsform von einem Herrn, die im späten Mittelalter entstand, war der Herr sowohl Grundherr als auch Leibherr. Das bedeutete zum einem, dass dem Herrn als Grundherrn die vom Bauern bewirtschaftete Stätte nebst Nutzflächen gehörte, wofür der Eigenbehörige Abgaben zu entrichten hatte. Ferner durfte der auf der Stätte sitzende Bauer nicht frei wirtschaften, also z.B. Ackerflächen erwerben oder veräußern. Zum anderen war der Grundherr aber auch Leibherr. Der abhängige Hörige durfte ohne Erlaubnis des Herrn seine Stätte nicht verlassen oder heiraten und hatte Frondienste sowie spezielle Abgaben zu leisten. Die Westfälische Eigenbehörigkeit bestand also aus einem grundherrlichen und einem leibherrlichen Element.

Allerdings hatten die Eigenbehörigen auch Rechte. So besaßen sie ein Erbrecht an der von ihnen bewirtschaften Stätte und hatten einen Anspruch auf persönlichen und rechtlichen Schutz durch den Herrn. Auch die auf einer eigenbehörigen Stätte geborenen Kinder, deren Eltern bzw. deren Mutter eigenbehörig war, waren persönlich unfrei. Da nur ein Anerbe die Stätte weiterbewirtschaften konnte, mussten die übrigen Geschwister im Erwachsenenalter den Hof verlassen und abgefunden werden. Dazu gehörte meistens der Freibrief, durch den sie aus der Hörigkeit entlassen wurden. Allerdings verloren die von dem Hof abgehenden Nachkommen durch den Freibrief auch ihren Erbanspruch an der Stätte. Es bestand daher auch die Möglichkeit, den Hof ohne einen Freibrief verlassen, um im Fall des Todes des Anerben, die Stätte übernehmen zu können. Diesen Weg wird auch Klaus Overfart gewählt haben, weil er bei seinem Tod immer noch Tecklenburger Eigenbehöriger war.

Aus dem leibherrlichen Element erwuchsen aber auch die sogenannten „ungewissen Gefälle“, also Abgaben, die gegenüber den „gewissen Gefällen“ nicht regelmäßig und oftmals unvorhergesehen gezahlt werden mussten. Zu den unberechenbaren Abgaben gehörte auch eine Zahlung beim Tode eines Eigenbehörigen, denn der Leibherr war bei seinem Eigenbehörigen erbberechtigt. Dieses Erbrecht des Herrn machte es notwendig, dass beim Ableben eines Eigenbehörigen der gesamte Nachlass aufgenommen werden musste, damit das Erbteil des Herrn bestimmt werden konnte.[6]

Der Nachlass

Aufgrund seines Erbanspruches ersuchte Graf Konrad von Tecklenburg den Grafen Anton von Oldenburg, ihm nach westfälischem Gebrauch das Hergewede und die Hälfte des nachgelassenen Gutes seines Leibeigenen Overfart zu überlassen. Unter dem Hergewede, eigentlich ‚Heergewand, Heerausrüstung‘, verstand man die persönliche Ausrüstung eines heerfahrtpflichtigen Mannes, das als Eigentum des Herrn nach dem Tod des Mannes an den Herrn zurückfiel und an den Sohn oder Nachfolger des Mannes neu verliehen wurde. Zum Hergewede gehörten z.B. ein Pferd, ein Harnisch und ein herpol (‚Heerpfühl, Heerkissen‘). Das Hergewede konnte aber zumeist durch eine Geldzahlung abgegolten werden.[7]

Der Nachlass, den sich der Tecklenburger Graf mit der Witwe des Klaus Overfart zu teilen hatte, bestand aus einem anscheinend recht neugebauten Haus (ein nye husz), das Overfart zwischen der Neuenburg und der nahe gelegenen Windmühle erbaut hatte, zwei Ochsen, 12 Speckseiten, drei Kühen, dem Hausrat (ingedoempte des huses; ingedoempte, eigentlich ‚Eingeweide‘[8]) sowie einer größeren Menge Bargeld (auch etliche barschaft).

Die Quelle

1548 Mai 21

Graf Konrad von Tecklenburg ersucht Graf Anton von Oldenburg, ihm nach westfälischem Gebrauch das Heergewäte und die Hälfte des nachgelassenen Gutes seines Leibeigenen, des verstorbenen Hausvogts zu Neuenburg Klaus Overfart, verabfolgen zu lassen.

Uns ist kurtzes glaubwurdig vurgekomen, wie einer unser eigenhorigen und vulschuldigen Claus Overfart genant, von unserm eigenhorigen erve in unser graveschafft Tecklenburg und kerspel Recke geboren, ewer liebden hauszvogt up der Nienborch kortzlich umbtrent ostern nach dem willen Gottes die schult der natur bezalet, eine eliche frouwen, ein nye husz, so er tuschen der windemollen und Nyenborch getymmert, 2 ossen, 12 sieden specks, 3 koihe, ingedoempte des huses, auch etliche barschaft hinder sich verlassen habe. Dweile er uns dan nach westphelischem gebruch und gewonheit eigen zustendig, derwegen uns nach seinem doitlichen abgangk das herweide und zugleich das halbe gut verfallen und verschennen, daromb dan hiemit an e[wer]. l.[iebden] unser gantz fruntlich beger, e. l. wollen jegenwortigem unserm gelobten dhiener und briefs zeiger fruntliche und gunstige furderung thun lassen, das er erstlich zum herweide und vortan zum halben teil des semptlichen gudes, wes des nhagelassen ist, kommen und emme zu unserm besten uberantwurt und mit freuntlicher furderunge uns anher zu liebbern verholffen werden muge, als des unser zu e. l. gantz freuntlichs vertrouwen und zuversicht ist. Sein es umb e. l., dye wir den almechtigen lange gesunt bevellen thun, in glichem und andern zu verschulden freuntlich geneigt. Datum montags nach Pfingsten anno etc. 48.

Original, Papier, Verschlusssiegel und Aufschrift.[9]

[1] Die Literatur bei: Christof Spannhoff, „in Gnaden erlaßen und in völlige Freyheit gesetzet“. Freibriefe für Lienener Einwohner als genealogische und sozialhistorische Quelle, Norderstedt 2009.

[2] Oldenburgisches Urkundenbuch, bearb. v. Gustav Rüthning, 8 Bde., Oldenburg 1914–1935, Bd. 3: Urkundenbuch der Grafschaft Oldenburg von 1482 bis 1550, Nr. 801.

[3] Wilhelm Janssen, Burg und Schloß Neuenburg. Entstehungs- und Baugeschichte, Oldenburg 1978.

[4] Deutsches Rechtswörterbuch. Wörterbuch der älteren deutschen Rechtsprache, Bd. V: Handanlegen bis Hufenweizen (1960), Sp. 475–477.

[5] Karl Schiller u. August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde., Bremen 1875–1881, Bd. V, S. 13.

[6] Mit weiterführender Literatur: Christof Spannhoff, „in Gnaden erlaßen und in völlige Freyheit gesetzet“. Freibriefe für Lienener Einwohner als genealogische und sozialhistorische Quelle, Norderstedt 2009.

[7] Leopold Schütte, Wörter und Sachen aus Westfalen 800 bis 1800, 2. überarb. u. erweiterte Aufl., Münster 2014, S. 360.

[8] Schiller/Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bd. II, S. 360.

[9] Oldenburgisches Urkundenbuch, bearb. v. Gustav Rüthning, 8 Bde., Oldenburg 1914–1935, Bd. 3: Urkundenbuch der Grafschaft Oldenburg von 1482 bis 1550, Nr. 801.

Nünneker – eine vergessene Berufsbezeichnung

Von Dr. Christof Spannhoff

Familiennamen können einen spannenden Einblick in die Geschichte eröffnen. Sie sind in der Vergangenheit entstanden und haben daher eine historische Dimension. Die Erinnerung etwa an ein altes Landhandwerk hat sich im Lienener Familiennamen Nünneker erhalten.[1]

Sprachliche Analyse des Namens

Eine fundierte Namenanalyse hat allerdings zunächst von der Sammlung und Betrachtung der historischen Belege des Namens auszugehen, um seine Geschichte zu verdeutlichen und die möglichen morphologischen Veränderungen feststellen zu können:

1580 Hinrich Nyehus[2],

1621 Hinrich Niehaus oder Nünneker[3],

1634 Hinrich Niehaus oder Nunneker[4],

1643 Nunker[5],

1673 Nünniker[6].

Die Auflistung der Belege gibt erste interessante Aufschlüsse. Sie zeigt, dass der Name Nünneker sich kaum verändert hat und zwischen 1580 und 1621 entstanden sein muss. 1621 ist Nünneker noch ein Beiname, der Hinrich Niehaus gegeben wurde. Später verdrängt der Beiname Nünneker den älteren Namen Nyehus/Niehaus vollständig.

Doch wodurch wurde diese Namensänderung veranlasst? Die sprachwissenschaftliche Analyse des Namens Nünneker vermag eine Antwort auf diese Frage zu geben: Der Name Nünneker ist das Nomen agentis zum mittelniederdeutschen Verb *nunnen ‚kastrieren, verschneiden‘ bzw. zum mittelniederdeutschen Hauptwort *nunne ‚verschnittenes (weibliches) Schwein‘ (wegen mittelhochdeutsch nunne ‚verschnittenes Schwein‘, nunnen ‚kastrieren‘)[7], das mit dem niederdeutschen Suffix –iker zur Täterbezeichnung[8] gebildet wurde. Der Nünneker war also derjenige, der nunnet ‚kastriert‘, also nunnen ‚verschnittene (weibliche) Schweine‘ macht. Das i des Suffix –iker bewirkte den Umlaut von u zu ü im Namen, weil ein i in der Nebensilbe die Angleichung des Vokals der Stammsilbe zur Folge hatte (vgl. Erde : irdisch; recht : richtig; Kraft : kräftig; Macht : mächtig; Haus : häuslich; Not : nötigen). Das umlautende Element i kann dabei zu e abgeschwächt worden oder ganz weggefallen sein und ist somit nur noch an seiner Wirkung festzustellen (vgl. alt : älter; Hand : Hände [alt: hendi]).[9] Der Name Nünneker ist also ein Berufsname, der seinen Ursprung im Handwerk des Schweineschneiders hat. Die Berufsbezeichnung verdrängte den älteren Namen Nyehus/Niehaus. Die Aufgabe des alten Namens vollzog sich vermutlich recht einfach, weil Hinrich Nyehus/Niehaus ein abgehender Nachkomme vom älteren und größeren Hof Niehus in Lienen-Holzhausen war, der auf Hofesland eine neue Wohnstätte errichtete. Dadurch gab es den Namen Nyehus/Niehaus in derselben Bauerschaft zweimal, wodurch Verwechslungsgefahr gegeben war. Die Identifizierung mittels der Bezeichnung des recht seltenen Berufs des Schweineschneiders, der von einem oder mehreren Mitgliedern der Familie ausgeübt wurde, schuf hier Abhilfe.

Der Schweineschneider

Das Landhandwerk des Schweineschneiders ist heute kaum noch bekannt.[10] Nach der „Allgemeine[n] Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirtschaft“ aus dem Jahr 1827 bestand die Aufgabe des Schweineschneiders aus der Kastration der Eber und Sauen. Das Entfernen der Keimdrüsen sowohl bei männlichen als auch weiblichen Tieren diente mehreren Zwecken. Zum einen ermöglichte es eine Kontrolle der Fortpflanzung, zum anderen wurden verschnittene Schweine durch die Unterdrückung des Begattungstriebes schneller fett. Zum Dritten förderte das Kastrieren die Beruhigung der alten aggressiven Eber, wodurch diese ungefährlicher wurden. Hinzu kam, dass sich der Geschmack des Fleisches veränderte, wenn unkastrierte Schweine in der Brunstzeit geschlachtet wurden.[11] Die Kastration bedingte also auch eine bessere Fleischqualität. So teilt es auch „Zedlers Universal-Lexikon“ von 1743 mit: „Die Schweine müssen geschnitten seyn, wenn das Fleisch und Speck wohl gerathen soll. Es kann solches noch bey der Muttermilch geschehen, da sie es eher vergessen […]. Die Eber können, wenn sie vier Jahre gedienet, die Mutterschweine ein Jahr später geschnitten werden, und hält man diese zur Mast besser als jene, weil sie geitziger fressen und einen geraumen Bauch haben, Schmeer und Speck anzunehmen. Im Herbst bey abnehmenden Mondlichte soll der Schnitt am füglichsten und besten geschehen.“[12] Aus der sprachlichen Analyse des Namens Nünneker geht zudem hervor, dass auch weibliche Schweine verschnitten wurden, eine Vorgehensweise, die heute vollkommen unbekannt ist.

Besonderheit

Doch zudem zeigt der Name Nünneker auch die sich in der Sprache ausdrückende Häme gegenüber der vormodernen Amtskirche, denn die Bezeichnung nunne für die ‚verschnittene Sau‘ ist abgeleitet von mittelniederdeutsch nunne ‚Nonne‘. Das tertium comparationis ist die Nachkommenlosigkeit beider Bezeichneten, die bei den Nonnen allerdings nicht auf Kastration, sondern auf sexueller Enthaltsamkeit beruhte. Damit gehört der Begriff nunne ‚verschnittenes Schwein‘ in den Bereich der sprachlichen Spottbilder mit sexueller Konnotation wie z.B. Mönch und Nonne für ineinandergreifende Dachziegel.[13] Der Zusammenhang der beiden Bedeutungen von nunne wird auch dadurch deutlich, dass für das ‚verschnittene Mutterschwein‘ auch der Begriff begine verwendet wurde, der ebenfalls ‚Begine, Laienschwester‘ bedeutete.[14] Dazu wurde auch ein Verb beginen ‚verschneiden‘ gebildet.[15]

[1] Der Hof der Familie Nünneker war das heutige Anwesen Hohner Str. 24, 49536 Lienen. Der Familienname existiert heute nicht mehr.

[2] Schatzungs- und sonstige Höferegister der Grafschaft Tecklenburg 1494 bis 1831, bearb. v. Wolfgang Leesch, Münster 1974, S. 62.

[3] Ebd.

[4] Ebd., S. 63.

[5] Ebd., S. 123.

[6] Ebd., S. 142.

[7] Ernst Meier, Beiträge zur Kenntnis des Niederdeutschen. Gewerksausdrücke des Schlachters in Westfalen mit besonderer Berücksichtigung Ravensbergs, Univ. Diss., Münster 1914, S. 14.

[8] Adolf Bach, Deutsche Namenkunde, 4 Halbbde., Heidelberg 1952–1956, Bd. I, 1, § 138.

[9] Paul Derks, Die Siedlungsnamen der Stadt Gladbeck in Westfalen. Sprachliche und geschichtliche Untersuchungen, Gladbeck 2009, S. 202.

[10] Vgl. zum Handwerk des Schweineschneiders den materialreichen Aufsatz von Dina van Faassen, „Ein Schwein ist überall vielen Zufälligkeiten unterworfen…“ Das Schweineschneiderhandwerk im Hochstift Paderborn und in der Grafschaft Lippe im 17. und 18. Jahrhundert, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 66 (1997), S. 167–198.

[11] Allgemeine Encyklopädie der gesammten Land-und Hauswirthschaft der Deutschen, mit gehöriger Berücksichtigung der dahin einschlagenden Natur- und andern Wissenschaften. Ein wohlfeiles Hand-, Haus-, und Hülfsbuch für alle Stände Deutschlands, zum leichtern Gebrauch nach den zwölf Monaten des Jahres in zwölf Bände geordnet, mit den nöthigen Kupfern und Tabellen, Erläuterungen, Vergleichungen der Münzen, Maasse, Gewichte u. s. w., sowie mit einem ganz ausführlichen Generalregister über alle zwölf Bände versehen, hrsg. v. Carl Wilhelm Ernst Putsche, Bd. 3, Leipzig 1827, Abschnitt 2, Kap. 4, S. 28 u. Abschnitt 4, Kap. 8, S. 51.

[12] Grosses vollständiges Universal-Lexikon aller Wissenschaften und Künste, Bd. 36, Leipzig/Halle 1743, Sp. 249f.

[13] Konrad Bedal u. Herbert May, Unter Dach und Fach. Häuserbauen in Franken vom 14. bis ins 20. Jahrhundert, Bad Winsheim 2002, S. 199.

[14] Karl Schiller u. August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde., Bremen 1875–1881, Bd. I, S. 185; Johann Christoph Strodtmann, Idioticon Osnabrugense. Ein Hochzeits-Geschenk an den Herrn Professor und Consistorial-Assessor Schütze bey der Verbindung desselben mit der Demoiselle Esmarchinn, Leipzig u. Altona 1756, S. 23.

[15] Friedrich Woeste, Wörterbuch der westfälischen Mundart, Norden u.a. 1882, S. 25.

Finkener – der Vogelfänger

Von Dr. Christof Spannhoff

Unsere Familiennamen sind ein bemerkenswertes Stück Kulturgeschichte. Sie sind in der Vergangenheit entstanden und somit oftmals Relikte einer uns heute fremden Lebenswelt. Das gilt auch für den Familiennamen Finkener. Die Träger dieses Namens im Tecklenburger Land stammen von der gleichnamigen Hofstätte in Lienen, Holzhausen 19, heute Kattenvenner Str. 86 (Rethemeyer). Die historischen Belege des Namens offenbaren seine ursprüngliche Bedeutung: 1580 Vinckenfenger, 1621 Vinckenfenger, 1634 Finkenfenger, 1643 Finckener.[1] Der Name Finkener ist also aus einer Berufsbezeichnung entstanden. Der Finkenfänger war aber nicht ausschließlich auf das Fangen von Finken spezialisiert, sondern mit diesem Begriff wurde im Allgemeinen der Vogelfänger bezeichnet.[2] Der erste Träger des Namens Finkener verdiente also seinen Lebensunterhalt mit dem Fangen von Vögeln. Diese Tätigkeit brachte ihm seinen Namen ein. Später änderte sich allerdings die Bildungsweise des Namens. Handelte es sich ursprünglich noch um eine Zusammensetzung aus den beiden selbständigen mittelniederdeutschen Wörtern vinke ‚Fink, Vogel‘[3] (im Genitiv Singular oder Nominativ/Genitiv Plural) und fenger ‚Fänger‘ (Nomen agentis zu vangen ‚fangen‘)[4], so erscheint der Name später als Ableitung mit -er-Suffix zur „Täterbezeichnung“ (Nomen agentis, also derjenige, der etwas tut), vom mittelniederdeutschen Wort vinke ‚Fink, Vogel‘.

Der Vogelfang wurde im Münsterland vor allem in den Heide- und Moorgebieten als Zuerwerb von ärmeren Menschen ausgeführt. Die gefangenen Vögel dienten aber nicht der Erweiterung des eigenen Speisezettels, sondern wurden als Delikatesse verkauft. Besonders begehrt war die Wacholderdrossel, auch Krammetsvogel genannt, weil ihr Fleisch durch ihre Hauptnahrung – die Wacholderbeeren – ein besonderes Aroma hatte. Die kleinen Singvögel wurden mit allen Innereien gegessen. Allenfalls der Magen wurde vor dem Verzehr entnommen.

Doch war der Vogelfang kein leichtes Unterfangen. Zunächst einmal durfte nicht jeder eine Vogelfalle, den sogenannten Vogelherd, einrichten. Dazu war eine besondere Berechtigung notwendig, die z.B. an bestimmte Höfe gebunden war. Zudem war die Fangzeit auf wenige Wochen im Herbst begrenzt. Anfang Oktober trafen große Schwärme von Wacholderdrosseln in die Heidegebiete Norddeutschlands ein, die aus Skandinavien kamen und auf dem Weg nach Süden hier Station machten. Zu dieser Zeit war ihre Lieblingsspeise – die Wacholderbeeren – gerade reif geworden. Um aber die Wacholderdrosseln fangen zu können, bedurfte es sorgfältiger Vorbereitung, Geduld und Reaktionsvermögens. Zunächst musste ein Vogelherd eingerichtet werden. Dazu wurden die umgebenden Bäume entastet und entrindet, so dass sie abstarben und nur noch kahle Baumstämme in den Himmel ragten. Der Anflug der Vögel wurde somit nicht durch Äste oder Laub gestört. Zudem mussten die Wacholderdrosseln angelockt werden. Dazu diente das sogenannte Gestrick. Dabei handelte es sich um ein kleines Beet, das sehr dicht mit kurzen Zweigen voller Wacholderbeeren besteckt wurde. Zudem wurden noch zahlreiche Beeren ausgelegt. Doch die Menge der Lieblingsspeise allein reichte nicht aus. Der Vogelfänger lockte die Krammetsvögel auch noch mit zahmen Artgenossen an, die durch ihr Flattern und Singen die wilden Tiere auf den vorbereiteten Platz aufmerksam machten. Diese Lockvögel hatte der Vogelfänger in früheren Jahren gefangen, mit nach Hause genommen und dort gezähmt. Sie wurden sowohl in Käfigen neben dem Fangplatz aufgestellt als auch mit Ledergeschirr und Leine an einem sogenannten Wippbalken angebunden. Der Balken war beweglich. Nahte ein Vogelschwarm, ließ der Vogelfänger den Balken „wippen“, so dass die an ihn angebundenen Vögel den Boden unter den Füßen verloren und zu flattern und singen begannen.

Ließ sich dann eine wilde Wacholderdrossel auf dem Gestrick nieder, wurde sie mittels eines Fangnetzes gefangen. Das Netz funktionierte wie eine Mausefalle. Durch federnde Seile, die mit einem Abzugsriegel verbunden waren, konnte das Netz blitzschnell über das gesamte Gestrick geklappt werden – und die Krammetsvögel waren darunter gefangen. Mit einem Schlag konnten so zwanzig bis dreißig Drosseln gefangen werden.

Doch auch der Vogelfänger selbst musste sich tarnen, um die Vögel nicht zu verschrecken. Neben dem Gestrick wurde dazu ein Unterstand errichtet, der „Hoffnungskuhle“ genannt wurde. Sie ragte nur als kleiner Hügel empor und war mit Gras- und Heidesoden, sogenannten Plaggen, abgedeckt. Von seinem Versteck aus konnte er durch eine Klappe den Himmel beobachten und durch einen schmalen Schlitz das Gestrick im Auge behalten. Von seinem Versteck aus konnte der Vogelfänger auch den Wippbalken und den Abzugsbalken bedienen.

1929 wurde dem Vogelfang durch ein Naturschutzgesetz ein Riegel vorgeschoben und die letzten Vogelfänger mussten ihre Tätigkeit endgültig einstellen.[5]

An den Vogelfang in der Region erinnert neben dem Familiennamen Finkener heute noch das vom Heimatverein Lienen aufgestellte Denkmal des „Krammetsvogelfängers“ am Haus des Gastes am Dorfteich.

Zum Thema: Krammetsvogel

Die regionale Bezeichnung Kammetsvogel für die Wacholderdrossel ist durch Verschleifung aus mittelhochdeutsch kranewitvogel (14. Jahrhundert) entstanden. Das Wort gehört wiederum zu mittelhochdeutsch kranewite, mittelniederdeutsch *kranewide ‚Wacholder‘. Eigentlich bedeutet kranewite soviel wie ‚Kranichholz‘, da es aus den Bestandteilen kran ‚Kranich‘ und wite ‚Holz, Wald‘ zusammengesetzt ist. Die Bezeichnung entstand vermutlich deshalb, weil – neben der Wacholderdrossel – auch der Kranich die Beeren des Wacholders gern frisst. Möglicherweise war aber auch der Vergleich der hochgewachsenen, schlanken Wacholderbüsche mit dem langen Hals des Kranichs ausschlaggebend. Aufgrund dieser Ähnlichkeit heißt nämlich das Hebewerkzeug Kran ebenfalls nach dem Vogel.[6]

[1] Schatzungs- und sonstige Höferegister der Grafschaft Tecklenburg 1494 bis 1831, bearb. v. Wolfgang Leesch, Münster 1974, S. 62f., 123.

[2] Karl Schiller u. August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, 6 Bde., Bremen 1875–1881, Bd. V, S. 257.

[3] Ebd., S. 256f.

[4] Ebd., S. 197f.

[5] Hermine von Hagen, Der Vogelfang war bescheidener Zuerwerb, in: Damals auf dem Lande, hrsg. von Hermine von Hagen, 4., durchges. Aufl., Münster-Hiltrup 1990, S. 116–118.

[6] Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, bearb. v. Elmar Seebold, 24. durchges. u. erw. Aufl., Berlin u.a. 2002, S. 534.